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Dienstag, 6. August 2013

Dipl-Ing. Burkard Reimer ist Mitglied des AfD-Bundesfachausschuss für Energiepolitik

Dipl-Ing. Burkard Reimer ist Mitglied des AfD-Bundesfachausschuss für Energiepolitik. Der Koordinator der Arbeitsgruppe Energie- und Umweltpolitik Landesverbandes Berlin kritisiert die Energiewende der schwarz-gelben Bundesregierung als "teuer und riskant".
FreieWelt.net: Herr Reimer, derzeit speisen die „Erneuerbaren” ca. 20 bis 25 % des Strombedarfes in das deutsche Netz ein. Die Preise an der Leipziger Strombörse werden dadurch massiv gedrückt. Dies sollte zum Vorteil der Verbraucher an ihn weitergegeben werden. Warum tun das die Versorger nicht?
Burkard Reimer: Durch die Liberalisierung des Strommarktes Ende der 90ziger Jahre ist der Strompreis in Deutschland deutlich gefallen. So musste nach der Strompreisanalyse Mai 2013 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. BDEW ein Drei-Personen-Haushaltes im Jahre 2000 knapp 14 ct/kWh bezahlen. In diesem Jahr hingegen muss der gleiche Haushalt bereits fast 29 ct/kWh an seinen Versorger entrichten, also mehr als das Doppelte. Diese in der Geschichte Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg einmalige Verteuerung unserer wichtigsten Energieform Strom in so kurzer Zeit führt trotz zunächst breiter Zustimmung in der Bevölkerung für die “Energiewende” zunehmend auf  Unverständnis und Empörung, zumal der grüne Spitzenpolitiker Jürgen Trittin, einer der Initiatoren des EEG, den Menschen erklärte, dass der Umbau der deutschen Stromversorgung mit dem Preis für eine Eiskugel pro Monat zu bezahlen sei.
Nachdem nun das Desaster, das mit der Energiewende in Deutschland angerichtet wird, immer deutlicher zu Tage tritt, wird von den Initiatoren, den Profiteuren und Lobbyisten der “Erneuerbaren” wie Prof. Dr. Claudia Kemfert vom DIW immer wieder ins Feld geführt, dass natürlich nicht das EEG und die “Erneuerbaren” an der exorbitanten Preissteigerung schuld sind sondern die Versorger. Diese gäben die sich an der Leipziger Strombörse bildenden niedrigen Strompreise, die “dank” der Einspeisung der “Erneuerbaren” stark gefallen sind, nicht an die Stromkunden weiter, um ihren eigenen Profit zu erhöhen. Dabei „vergessen“ diese „Wissenschaftler“ und Politiker zu sagen, dass der „so billige“  Strom aus „Erneuerbaren“ zuvor höchst teuer in jeder Menge – also auch viel mehr als gebraucht wird- von den Netzbetreibern aufgekauft werden musste (Vorrangeinspeisungszwang dank EEG) und dann an der Strombörse zu jedem Preis, auch mit Zuzahlungen (negativer Preis) an den jeweiligen Abnehmer, weiter verkauft werden muss. Daraus ergibt sich die irrationale Situation, dass  je mehr  “erneuerbare” Energie produziert wird, umso stärker ist der Druck auf den Börsenpreis. Das erhöht die Differenz und damit zusätzlich die EEG-Umlage, die schon allein wegen des Zubaus ständig steigt.
Allein 50% des Preises machen die Steuern und Abgaben aus, rund 20% die regulierten Netzentgelte, nur rund 30% tragen die Strombeschaffung und der Vertrieb zum Strompreis bei. Und nur der letzte Posten wird vom Markt bestimmt. Im Jahr 2013 müssen die privaten Verbraucher für die EEG-Umlage 5,277 ct/kWh bezahlen. Das ist mit 18,4% der größte Posten bei den Steuern und Abgaben. In 2014 wird die Umlage nach vorläufigen Berechnungen  erneut auf ca. 7 ct/kWh steigen.

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