Demokratie für Deutschland

Demokratie für Deutschland, wir brauchen Parteien die für unser Volk eintreten

Dienstag, 30. Juli 2013

AfD Leipzig, Demo gegen den Überwachungsstaat

Alternative für Deutschland / Sachsen
"Rechtsstaat statt Überwachungsstaat"
Bericht über die Demo in Leipzig

Leipzig ist die Stadt der friedlichen Revolution. Doch nach über 20 Jahren Wiedervereinigung macht sich der Unmut immer breiter: DAFÜR sind wir nicht auf die Straße gegangen. Selbst war ich damals noch zu klein, doch als überzeugter Wahl-Leipziger mit Herz und Blut, spreche ich wohl vielen aus der Seele, wenn ich sage: WIR SCHAFFEN DAS NOCHMAL!

Für den gestrigen Samstag wurden bundesweite Demonstrationen gegen den Überwachungsstaat angekündigt. Drei unserer sechs sächsischen Wahlplakate beziehen sich direkt oder indirekt auf dieses Thema. Deswegen ist es nur konsequent, dass wir als moralische Vollender der 89Bewegung zurück auf die Straße gehen und uns unsere Freiheit Stück um Stück wiedererkämpfen. Insbesondere verwehre ich mich dagegen, dieses wichtige Thema den Piraten zu überlassen, die landläufig primär mit der digitalen Freiheit assoziiert werden.

So kam es uns fast schon entgegen, dass das Ordnungsamt uns das Aufstellen der Wahlkampfstände für dieses Wochenende noch nicht erlaubt hat, denn wir konnten unser Engagement auf diese Veranstaltung legen.

Vortreffen in der Geschäftsstelle Leipzig um 13 Uhr:
Unsere Mut-zur-Wahrheit Polohemden sind frisch eingetroffen und ebenso eine neue AfD-Fahne. Derweil recherchieren wir einige Zusagen im Internet: Linkspartei, Jusos, Junge Grüne, Attac, Piraten – Allesamt sind gelinde gesagt nicht das „Stammwähler-Klientel“ der Alternative für Deutschland.

Ich erinnere mich an den gealterten Basisdemokraten, der uns auf der 150Jahre SPD-(Trauer)feier in die Fahne gesprungen ist. Ebenso charmant sind die roten JungRadikalen. Das konnte ich noch 2 Tage lang an meinem Kiefer spüren, nachdem ich unsere (nunmehr im Kampf geweihte) Gründungsfahne zurückerobern konnte, die im Rahmen des Familiengrillens im Leipziger Park von zwei Demokratiekritikern des Schwarzen Blocks entwendet wurde, um sie dem Feuer zu übergeben. Diese Erfahrungen waren Grund genug, um uns in Anbetracht des zu erwartenden Publikums zumindest Gedanken zu machen.
Aber was solls: MUT zur Wahrheit!

Bereits auf den 1-2 km Fußweg zum Versammlungsort trugen wir das AfD-Banner auf voller 6m Breite durch die Fußgängerzone. In Anbetracht der vollen Cafés hatten wir alleine auf dem Weg die Aufmerksamkeit von über 1.ooo Mitbürgern. Dabei sind wir nahezu durchgehend auf wohlwollende Zustimmung gestoßen. Das hat sich schon mal gelohnt. Doch wie werden die autonomen Mitdemonstranten auf unser Banner reagieren? Wir entscheiden uns die Fahne vorerst wieder einzupacken und warten erstmal ab, ob unsere blauen AfD-Polos angefeindet werden.

Wir nähern uns den 100-200 Teilnehmern und ernten zunächst kritische Blicke. Doch alles bleibt ruhig. Nach 30min Schmoren in der Mittagsitze, beginnt das Programm am Micro. Wir sehen Linke und Grüne Parteibanner sowie 4-5 Fahnen der Piraten und entschließen uns darauf immerhin die kleine Fahne einzureihen.

Kritik? Fehlanzeige! Während der Reden macht sich Solidarität breit. Wir führen freundliche Gespräche mit Vertretern anderer Parteien: „Habt Ihr die Unterschriften in allen 16 Ländern geschafft?“ – Jo! – „Glückwünsch, bei uns hat es nicht für alle gereicht. Soweit ich weiß, seid Ihr die einzigen, die überall antreten dürft. Wünsche Euch viel Erfolg“ – Danke, gleichfalls!

Und dafür macht man sich solche Sorgen? Ich lerne daraus, vereinzelte Irrköpfe konsequenter zu ignorieren. Blau ist nun eine feste Farbe des Parteienspektrums geworden und rundet das Gesamtbild ab. Grün, (Dunkel)rot, Gelb, Orange und Blau stehen friedlich in einer Reihe und sind sich einig: So geht es nicht weiter.

Weiter geht und zwar mit dem Demozug. Wir bewegen uns durch die Leipziger Innenstand. Mit einer guten Position ganz vorne, sind für all die Mitbürger in den befüllten Straßen bestens zu erkennen – und vor allem zu hören. Ein Blick in der Kurve nach hinten überrascht uns. Mittlerweile sind es über 500 Menschen – und allen folgen unserem 6m-Banner. Welch Symbolcharakter  Wie ich zu sagen pflege: Wir sind nicht rechts, wir sind nicht links, wir sind VORNE!

Die Demo endet nach einer Stunde vor dem amerikanischen Konsulat. Welch würdiger Ort für eine Abschlusskundgebung. Der Redesführer erklärt, jede anwesende Partei ans Mikrophon zu lassen und ruft zu Respekt während der Rede auf. Die Linkspartei beginnt. Dann kommt Frau Kolbe MdB der SPD (hoffentlich zum letzten Mal). Die Volksverdreherin brüstet sich, wie toll sie im Innenausschuss des Bundestages Paroli gegeben hat. Da hätte ich aber gerne mal „Die Zeit“ vom 7.3.2013 zitiert: „Die Spitze der SPD steht zusammen mit Steinbrück geschlossen hinter der Vorratsdatenspeicherung, dem BKA-Gesetz und den vielen anderen Freiheitseinschränkungen seit 2001.“

Also Krönung grunzt sie dann noch tatsächlich ins Mikro, dass Deutschland keine AfD im Bundestag brauche. Ich glaub ich hab mich gerade verhört!! Was hat eine AfD-Schelte in einer Rede GEGEN den Überwachungsstaat verloren?? Mit-Bundestagskandidat Tillschneider stürmt zur Rednerliste: Jetzt erst recht!

Als nächster darf ein Gelber weitere heiße Luft in den 38°Sommertag pumpen. Der hat Nerven. Wer ist den gerade in der Regierungsverantwortung und hätte alle Möglichkeit, die Zustände zu verbessern? Nachdem unwahrscheinlichen Genuss seiner halben Lebensgeschichte, ist nun der Pirat dran. Parteifreund Tillschneider kehrt derweil resigniert zurück. Man will ihn nicht sprechen lassen. Dafür gäbe es keine Redezeit mehr. Nein, nicht 5min, nein auch nicht 2min.

Eine Erfolgreiche Veranstaltung endet somit bedauerlich und führt sich selber ad absurdum. Wer sich trifft, um für die Freiheit einzustehen, muss auch allen (Parteien) das Recht zur freien Meinungsäußerung geben – und insbesondere das Recht, auf die SPD zu kontern.

FAZIT: Einzelpersonen wollen uns weiterhin Steine in den Weg legen. Das Ordnungsamt, das unsere Wahlkampfstände noch immer nicht zulassen will, Demo-Organisatoren, die uns das Rederecht verwehren...
Doch das sind Einzelpersonen. In der breiten Masse sind wir akzeptiert und respektiert. Denn die Menschen wissen, dass wir der einzige Weg zur tatsächlichen Veränderung sind. Alle anderen Parteien sind bereits in den Parlamenten und haben ihre Chance nicht genutzt. Jetzt kommen wir. So ist doch klar, dass Frau noch-MdB Angst vor uns hat.

Nur die Lüge braucht Zensuren – Wahrheit steht von alleine!

Ich danke allen Mitstreitern, die sich gestern beteiligt haben. Insbesondere Ralf für die Fotos und unserem Dr. Weppernig, der trotz seiner 79 Jahre rüstig der Hitze getrotzt hat. Mit dieser Moral können wir nur erfolgreich sein.

Roman Topp
-Gesamtkoordinator Leipzig-

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